Bundesratstagung 2014

Intensiv und anregend: Ein Bericht von der Bundesratstagung 2014



570 Abgeordnete aus Gemeinden und Einrichtungen des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) und 465 weitere Gäste, darunter auch viele aus dem Ausland, trafen sich vom 29. bis 31. Mai 2014 zur jährlichen Bundesratstagung in Kassel. Das Thema der Konferenz „GRÜNDER:ZEIT“ ist gleichzeitig das Jahresthema 2014 im Bund. Dabei geht es um die Gründung von neuen und zugleich die Neuausrichtung von bereits bestehenden Gemeinden. Viele Neugründungen wurden auf der Konferenz in Interviews und Videos vorgestellt. Es war eine intensive und anregende Zeit, viele konnten gute Impulse mit nach Hause in ihre Ortsgemeinden nehmen. Kontroverse Themen wie „Homosexualität“ und „Taufe und Mitgliedschaft“ wurden fair und mit guter Gesprächskultur diskutiert. Deutlich wurde, so sagte es BEFG-Präsident Hartmut Riemenschneider in einem Fazit, „die Konzentration auf die geistliche Mitte, Jesus Christus.“


In den Plenarveranstaltungen gab es viele Berichte aus der Arbeit des Bundes und seiner Initiativen und Werke. Außerdem wurden vom Bundesrat als höchstes Entscheidungsgremium des BEFG diverse Beschlüsse getroffen. So wurden 15 Gemeinden neu in den Bund aufgenommen, drei davon mit dem Status der „assoziierten Mitgliedschaft“. Bei den Neuaufnahmen zeigt sich die zunehmende Internationalisierung des BEFG. Neun englischsprachige Gemeinden gehören zu den International Baptist Churches (IBC) in Deutschland. Eine Gemeinde ist eine koreanische Gemeinde.
Die Delegierten entschieden mehrheitlich, den Anfangsdienst von Ordinierten Mitarbeitern über eine Ausbildungsumlage zu finanzieren. Damit bestätigten die Abgeordneten die Neuregelung des Anfangsdienstes, die im Februar vom Präsidium des BEFG verabschiedet worden war. Die Neuregelung gilt für die Ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ab Herbst 2015 ihren Anfangsdienst beginnen. Die Umlage wird ab Sommer 2015 erhoben.
Auch der Haushaltsplan des BEFG für 2014 wurde vom Bundesrat beschlossen. Ebenfalls setzten die Delegierten die Höhe des Bundesbeitrags für 2015 fest. Nach Beschluss der Versammlung wird den Gemeinden in den neuen Bundesländern ein Betrag von 56,00 Euro pro Mitglied, den Gemeinden in den alten Bundesländern ein Beitrag von 62,00 Euro pro Mitglied zur Zahlung empfohlen.
Mit großer Mehrheit hat der Bundesrat der Zusammenlegung der Landesverbände Rheinland und Westfalen zugestimmt. Die Fusion wurde im November 2013 von beiden Landesverbänden beschlossenen. Zum 1. Januar 2015 tritt die Zusammenlegung zum Landesverband NRW nun in Kraft.


Der BEFG strukturiert seine Arbeitsbereiche neu, auch das wurde auf der Bundesratstagung bekannt gegeben. Gab es bisher für unterschiedliche Themengebiete jeweils eigene Bildungsinstitute, sollen künftig alle Fortbildungsangebote für Haupt- und Ehrenamtliche unter dem Dach eines neuen Instituts gebündelt werden. Mit diesem Schritt wird der Ursprungsgedanke des Bildungszentrums Elstal aufgegriffen. Um die unterschiedlichen Arbeitsbereiche des BEFG inhaltlich besser miteinander zu vernetzen, werden sich deren Leiter regelmäßig treffen. Der bisherige Dienstbereich Gemeindeentwicklung wird aufgelöst. Alle seine Arbeitsbereiche bleiben aber erhalten und werden strukturell neu zugeordnet. Die neue Struktur wird ab dem 1. September 2014 umgesetzt.


Zwei Gottesdienste, die Bibelarbeiten und Foren zum Thema „GRÜNDER:ZEIT“, viele informative Ausstellungsstände und ein Konferenzabend mit Johannes Reimer rundeten das Programm ab und machten die Bundesratstagung zu dem, was sie sein soll: Ein buntes Glaubensfestival!


Videos, Fotos und ausführliche Berichte: www.baptisten.de/buko2014


Julia Grundmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im BEFG
Elstal, 6. Juni 2014